13 Gründe gegen die Schamhaar-Rasur

Es gibt eigentlich keine Gründe, sich die Schamhaare zu rasieren. Dennoch tun es immer mehr Menschen. Nicht mehr nur Frauen, sondern auch immer mehr Männer. Nicht nur Junge, sondern auch immer mehr Leute reiferen Alters. Gründe genug, um die Gründe zu sammeln, die gegen die Rasur sprechen. Es sind ziemlich viele:

1. Es gibt keine triftigen Gründe dafür, die Schamhaare zu rasieren. Deshalb ist die Schamhaar-Rasur eine grosse Zeitverschwendung.

2. Läuse und Milben haben sowieso keine Chance, wenn man die geläufigen Hygieneregeln einhält. Auch diese Tierchen sind also kein Grund, um die Schamhaare zu rasieren.

3. Wer die Schamhaare rasiert, gleicht seinen Körper optisch demjenigen eines Kindes an. Die Feministin Regula Stämpfli spricht in diesem Zusammenhang vom «Kindermösen-Look». Der Kinderlook wirkt immer absurder mit zunehmendem Alter, das heisst: mit zunehmendem zeitlichem Abstand vom Kindesalter.

4. Die Schamhaar-Rasur verursacht Schmerzen.

5. Nochmals Regula Stämpfli, die schon vor sechs Jahren kritisierte: Alles wird glatt. Anders gesagt: Das Leben wird eintönig und langweilig, wenn die letzten Häärchen fallen müssen.

6. Das stimmt jedoch nur in der Theorie. In der Praxis verhält es sich so, dass die Rasur meistens keine vollständig glatte Oberfläche produziert, sondern ein Stoppelfeld, das sich unangenehm anfühlt, gesetzt den Fall, andere Personen kommen in Berührung damit.

7. Schamhaar-Rasur fördert den Gruppendruck. Denn je mehr Frauen und Männer sich rasieren, umso grösser wird der Druck auf jene, die sich bisher nicht rasiert haben, es ebenfalls zu tun.

8. Schamhaar-Rasur ist eine Folge des Gruppendrucks. Diejenigen, die sie praktizieren, tun es, weil es alle anderen tun – nicht, weil es nötig wäre. Es ist nämlich nicht nötig.

9. Hygiene ist kein Grund für die Schamhaar-Rasur. Mit Waschen, Duschen, Baden sind die Gebote der Hygiene absolut erfüllt.

10. Haare sind etwas Schönes. Wer sie ohne Gründe entfernt, beraubt sich unnötigerweise optischer Reize.

11. Die Schamhaar-Rasur kann zu Verletzungen führen, und auch zu Hautreizungen, Entzündungen und Abszessen.

12. Die Rasur führt zu vermehrten unnötigen Schönheitsoperationen. Weil nach der Rasur bei Damen die inneren Schamlippen besser sichtbar sind, steigt bei einem Teil der Rasierten der Wunsch nach einem chirurgischen Eingriff, der genau so unnötig ist wie die Rasur, und wesentlich schädlicher.

13. Die Rasur führt zu Druckschmerzen beim Velofahren. Wer wüsste das besser als die britischen Profi-Fahrerinnen? Nachdem speziell geformte Sättel und Operationen nichts halfen, kam der Verband British Cycling auf die naheliegende und auch viel kostengünstigere Idee: Er verbot den Fahrerinnen, die Schamhaare zu rasieren. Siehe da: Plötzlich verschwanden die Schmerzen. Das berichtete die Zeitschrift «Fit for Life» im Herbst 2016.

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22 Antworten zu 13 Gründe gegen die Schamhaar-Rasur

  1. Karin schreibt:

    zum Glück mussten Sie noch nie ins Spital und wurden da zwangsrasiert, sonst hätten Sie hier garantiert einen Grund gefunden, um es freiwillig und professionell zu machen.😉

  2. SAFtheFirst schreibt:

    ICH FINDE ES IS JEDEN SEINE EIGENE SACHE OB MAN SICH RASIERT ODER NICHT… NAJA ABER GUT AUFGEZÄHLT ABER ICH PERSÖHNLICH STEHE NICHT AUF SO EINEN FETTEN ;ICH SAG MAL; BUSCH. ICH RASIERE MICH ABA IS NICHT SO WIE WENN ICH GEGEN HAARE DA UNTEN BIN AUF JEDEN FALL RASIERE ICH MICH UNTEN RUMM LASSE ES ABER AUCH GERNE MAL PAAR CM WACHSEN…

  3. Erika Gossler schreibt:

    All die genannten Gründe kann man auch für die Rasur des männlichen Bartes einbringen …

  4. Susanne K. schreibt:

    Ich verstehe nicht, was an dem von Ihnen genanntem „Kindermösen-Look“ verwerflich sein sollte.
    Ausserdem ist mir nicht klar, warum es absurd sein sollte, wenn man seinen Schritt gerne jugendlich halten möchte. Nur weil eine selbsternannte „Feministin“ irgendetwas behauptet, so muß es doch nicht automatisch richtig sein. Ich bleibe eben gerne Teenie-mässig in meinem Intimbereich, aber ich mache auch regelmäßig Beckenbodentraining, damit ich nicht so ausleiere, wie meine Nachbarin. Im Übrigen ist jede Diskussion über den Intimbereich müßig, jeder soll damit tun und lassen was er will. Wenn ich dafür von einer Kampflesbe als „Kindermöse“ verunglimpft werde, dann ist mir das auch egal. Wahrscheinlich hat die selbst eine Fut wie eine Topfengolatsche.

    • dom schreibt:

      Es gibt einen Grund für Schamhaarrasur! Geileren Sex, da einiges mehr an sensitiver Haut spürbar! Und eine, um im Slang von Stämpfli zu bleiben, ‚rassierte Frauenmöse‘ sieht nie im Leben und mit keiner Fantasie wie eine ‚Kindermöse‘ aus, wir altern überall, ich schwör. Und aus Erfahrung, es sind nicht die Kampflesben, sondern Heten wie Stämpfli die meinen über andere Frauen so zu Urteilen😉

  5. Gion schreibt:

    1. Es gibt keine Gründe dafür, die Schamhaare zu rasieren.
    – Zirkelargument, also ungültig.

    2. Weil es keine Gründe dafür gibt, ist die Schamhaar-Rasur eine grosse Zeitverschwendung.
    -Ebenso ist Duschen oder Staubsaugen Zeitverschwendung, trotzdem machen es viele.

    3. Läuse und Milben haben sowieso keine Chance, wenn man die geläufigen Hygieneregeln einhält. Auch diese Tierchen sind also kein Grund, um die Schamhaare zu rasieren.
    -Offenbar doch: http://de.wikipedia.org/wiki/Filzlaus#cite_note-4

    4. Wer die Schamhaare rasiert, gleicht seinen Körper optisch demjenigen eines Kindes an. Die Feministin Regula Stämpfli spricht in diesem Zusammenhang vom «Kindermösen-Look». Der Kinderlook wirkt immer absurder mit zunehmendem Alter, das heisst: mit zunehmendem zeitlichem Abstand vom Kindesalter.
    – Erster Teil Pauschalaussage, zweiter Teil Geschmackssache.

    5. Die Schamhaar-Rasur verursacht Schmerzen.
    -Nein, tut sie nicht. Höchstens die falsch angewandte Rasur tut das.

    6. Nochmals Regula Stämpfli, die schon vor sechs Jahren kritisierte: Alles wird glatt. Anders gesagt: Das Leben wird eintönig und langweilig, wenn die letzten Häärchen fallen müssen.
    -Geschmackssache.

    7. Das stimmt jedoch nur in der Theorie. In der Praxis verhält es sich so, dass die Rasur meistens keine vollständig glatte Oberfläche produziert, sondern ein Stoppelfeld, das sich unangenehm anfühlt, gesetzt den Fall, andere Personen kommen in Berührung damit.
    -Zustimmung.

    8. Schamhaar-Rasur fördert den Gruppendruck. Denn je mehr Frauen und Männer sich rasieren, umso grösser wird der Druck auf jene, die sich bisher nicht rasiert haben, es ebenfalls zu tun.
    -Genau, weil wir in unserer Clique diejenigen ausschliessen, die unrasiert rumhängen.

    9. Schamhaar-Rasur ist eine Folge des Gruppendrucks. Diejenigen, die sie praktizieren, tun es, weil es alle anderen tun – nicht, weil es nötig wäre. Es ist nämlich nicht nötig.
    -Siehe oben.

    10. Hygiene ist kein Grund für die Schamhaar-Rasur. Mit Waschen, Duschen, Baden sind die Gebote der Hygiene absolut erfüllt.
    -Was ist einfacher zu pflegen: Ein Busch oder eine glatte Wiese? Genau.

    11. Haare sind etwas Schönes. Wer sie ohne Gründe entfernt, beraubt sich unnötigerweise optischer Reize.
    -Geschmackssache.

    12. Die Schamhaar-Rasur kann zu Verletzungen führen, und auch zu Hautreizungen, Entzündungen und Abszessen.
    -Die Gefahr wird gemindert durch Verwendung frischer Klingen.

    13. Die Rasur führt zu vermehrten unnötigen Schönheitsoperationen. Weil nach der Rasur bei Damen die inneren Schamlippen besser sichtbar sind, steigt bei einem Teil der Rasierten der Wunsch nach einem chirurgischen Eingriff, der genau so unnötig ist wie die Rasur, und wesentlich schädlicher.
    -Und diese Frauen haben ihre inneren Schamlippen vorher kaum gesehen?

    Übrigens fehlen mir Quellen für fast alle Aussagen. Alles in allem eine ziemlich unausgegorene Liste.

    PS: Ja, ich finde unrasierte Frauen auch schöner.

    • Dirk Crokus schreibt:

      tja lieber Gion , du fragst nach Quellen und lieferst eine in deinem PS frei haus, wenn du unrasierte Frauen schöner findest, wie ich übrigens und warscheinlich der Treadverfasser auch….
      Wenn Frauen hernach gar unschöner emfunden werden ist die Rasur nicht nur Nutzlos sondern gar kontraproduktiv!

      Wieso sollte Duschen oder Staubsaugen Zeitverschwendung sein? Eine gewisse Hygiene dürfte (fast) allen Menschen Bedürfnis sein und seit Menschen sesshaft wurden haben selbe zuweilen auch ihre Höhle aufgeräumt oder sagen heute auch mal Staub…

      Fakt sind zwei Dinge:
      1) Die Natur/Evolution hat jedem Wesen gewisse Dinge gegeben die i.d.R. eine Funktion haben, und wenn es sich hier nicht um Mißbildungen etc handelt , sollte man Organe nicht entfernen. Individualität kann man durch den Umgang mit seinem Haar , wie Frisur etc ausdrücken und nicht durch Totalentfernung.
      2) „Geschmacksache“ kann gar kein Argument sein, denn nur weil ein paar ausgeflippte Spinner was neues vormachen (wo heute ja das rasieren diverser Körperteile noch das kleinste Übel ist) und dieses „Neue“ per Journaille derart transportiert wird das jeder der „in“ sein will sehrwohl unter Druck gesetzt wird! Das fängt ja doch schon im Schulalter an wo noch gar kein Geschmack ausgebildet ist, aber man um „zur Clique“ zu gehören und nicht der „Loser“ zu sein, oft alles mitmacht….

      Ob ausgegoren oder nicht, mir ist jedes Plädoyer für wieder mehr natürlichkeit recht, und sei es nur das man die Grund/Nutzlosigkeit jeder Körperverstümmelung aufzeigt.

      • Jürg Basler schreibt:

        Obwohl es als solches keine Argument pro oder contra Rasur ist: Die „paar Spinner“ sind inzwischen in der soliden Mehrzahl (60-70 Prozent). Willkommen in der realen Welt!

  6. kunstkonservierung schreibt:

    Kann dem Autor voll und ganz zustimmen. Außerdem ist ein Schuß Schmutzigkeit beim Sex am Körper auch nicht von Nachteil! Diese Serilness der letzten 15 Jahre ist echt zum Kotzen, aber solange Enthaaarungsstudios und so was Gewinn schöpfen können nimmt sowas weiter zu. Die Kleinstadtcowboys in der Fitnesssauna geben sich ja recht gerne die Blöße, nur kommt er dann kleiner weg als mit, rein optisch betrachtet, obwohl ja das Gegenteil intendiert wird.Schon Absurd, dass man sich verpflischtet fühlt, so einen Mist zu schreiben, aber ich denk ma, wenn meine Kiddies in dem gewissen Alter sind, hat sich der Trend auch schon zum Gegenteil wieder gedreht!(Siehe Arschgeweih!) Wenn Der Fetisch zu Mainstream wird ist er einfach ekelhaft und nervt!

  7. Michi Kraus schreibt:

    Dirk Crokus: „Fakt sind zwei Dinge:
    1) Die Natur/Evolution hat jedem Wesen gewisse Dinge gegeben die i.d.R. eine Funktion haben, und wenn es sich hier nicht um Mißbildungen etc handelt , sollte man Organe nicht entfernen. Individualität kann man durch den Umgang mit seinem Haar , wie Frisur etc ausdrücken und nicht durch Totalentfernung.“

    Also ich wäre ja ganz vorsichtig damit, Sachen mit vorgeblicher „Naturgegebenheit“ zu postulieren, um damit feministische Werte rüberzubringen. Genau das mit dem „von der Natur“ gewollt haben Leute schon bei ganz anderen Sachen gebracht.
    Abgesehen davon haben sie Evolution nicht kapiert: Es ist nicht so, dass die Evolution „sich etwas dabei denkt“, wenn sie beispielsweise Haare an einer bestimmten Stelle lässt. Genauso gut kann das eine genetische Zufälligkeit sein, die sich nur eben noch nicht „rausevolutioniert“ hat.

    • Crokus schreibt:

      Werter Michi Kraus
      Wer in der Schule nicht durchgeschlafen hat, der sollte wissen warum Menschen Haare haben. Es mag auch genetische Zufälligkeiten geben , aber das nur als Ausnahme und nicht die Regel.
      Habe zudem nicht geschrieben das die Evolution „denkt“ – die Evolution PASSIERT eben. Aufgrund der Lebensumstände verändert sich die Natur, und so verliert der Mensch seit langem eh einiges seiner ursprünglichen Haarpracht, aber soetwas passiert in tausenden Jahren und nicht in fünf Minuten mit dem Rasierer!
      Meine Meinung hat rein garnix mit Feminismus zu tun, und ich sage ja auch nicht das kein Haar am Körper geschnitten werden solle. Doch mal etwas in Fasson bringen ist eben was anderes als zwanghafte Totalentfernung!

      • Thomas Schwarz schreibt:

        Lieber Krokus,
        es genügt leider nicht, in der Schule nicht durchzuschlafen (also von Zeit zu Zeit wach zu sein), es gibt zudem Fakten die – seien wir ehrlich – einfach nicht weltbewegend genug sind, um aus ihnen Schulstoff zu machen. Das Vorhandensein von Körperbehaarung scheint mir zu dieser Art von „useless knowledge“ zu gehören. Es gibt aber Volksgruppen, deren Körper auch im Erwachsenenalter völlig unbehaart sind. Soviel zur Evolution. Mit fortschreitendem Alter fallen übrigens auch uns die Körperhaare (und nicht nur die) zunehmend aus. Statt „Kindermösen-Look“ könnte man also genau so gut von „Grosimösen-Look“ sprechen…

  8. Katrina schreibt:

    Also wenn ich einen Typen kennen lernen würde der untenrum ganz rasiert ist dann würde ich nicht mit ihm ins Bett hüpfen. Nein danke!

  9. jenny schreibt:

    Ich finde diesen beitrag einfach nur lächerlich.
    Es ist doch jedem seine eigene Sache. Wad hat dad mit Gruopenzwang zu tun? Ok bestimmt bei manchen aber andere machen es weil sie sich wohler fühlen.
    Nervt mich echt irgendeine tusse hat ihre meinung ist dagegen und redet Es nur schlecht. Die Argumente sind von weit her geholt zum teil und kann nix anderes als unnötig schreiben. Echt toll

  10. Pingback: Kollektiv der Konservativen « Die MEDIENWOCHE – Das digitale Medienmagazin

  11. traute schreibt:

    naja, meine haare, es werden mit fortschreitendem alter doch einige, am kinn könnte ich, weiblich ende 30, natürlich auch stehen lassen. gibt es ebenfalls keinen grund sie zu entfernen. dennoch tu ich es und denke im traum nicht daran, mich damit einem kinderkinn (!) annähern zu wollen. augenbrauen wirken in form gezupft auch netter (ganz abrasieren fänd ich jetzt aber auch doof) warum also so ein theater um rasierte muschis?! es ist doch nur eine körpergegend mit haaren…. radfahrer rasieren sich ja übrigens die beine, wenn es um geschwindigkeit… ach lassen wir das…

  12. traute schreibt:

    übrigens: meine haare am kinn erfüllen keinen sinn. sie stören mich! es fühlt sich nicht gut an, sie sehen nicht gut aus. wären es mehr und der vollbart bei frauen gesellschaftlich akzeptiert, könnte ich damit wenigstens mein doppelkinn kaschieren! DAS ist problematisch (also die fehlende gesellschaftliche akzeptanz des damenvollbarts)! pornos mit beharten muschis zu finden, ist kein problem! pornos mit damenbärten schon – das halte ich für symptomatisch!

  13. Pingback: Umschienen › Antje Kröger | Fotokünstlerin

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