«Beaucoup de maladies dans le pays»

Vor rund hundert Jahren schrieb der Schweizer Schriftsteller Charles-Ferdinand Ramuz seinen Roman «Les signes parmi nous». Kurz nach dem Ersten Weltkrieg befasst er sich in dem schmalen Band mit apokalyptischen Szenarien. Im vierten Kapitel räsonniert Ramuz:

«On dit qu’il y a beaucoup de maladies dans le pays, terriblement de maladies: Est-ce qu’il n’y en a pas toujours eu? Et est-ce qu’il ne faut pas s’attendre, tous les vingt ou trente ans, à ces retours d’épidémies?»

Eine klare Anspielung auf die «Spanische Grippe», die nach dem Ersten Weltkrieg auch die Schweiz nicht verschonte. Dass Seuchen jederzeit auftreten können, ist in den letzten hundert Jahren etwas in Vergessenheit geraten.

C. F. Ramuz: «Les Signes parmi nous», Editions Zoé 2019

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