Radtour im Muldental

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Entlang der Zwickauer Mulde kann man eine herrliche, entspannende Fahrradtour machen. Als Startpunkt eignet sich das Städtchen Plauen, von der Schweiz aus in einer Tagesreise gut erreichbar. Im Plauener Stadtteil Chrieschwitz beginnt eine stillgelegte Bahnlinie, die ab Lottengrün zu einem wunderschönen Fahrradweg umgebaut wurde, der bis zum verschlafenen Städtchen Falkenstein führt. Von dort kann man über eine Landstrasse zum Ort Hammerbrücke im Muldental radeln. Zugegeben, von Plauen bis Hammerbrücke gilt es, einige Höhenmeter zu überwinden. Aber nachher geht es praktisch nur noch sanft bergab durch die zauberhafte Landschaft des Erzgebirges. Durch ein tief eingeschnittenes Tal und tiefe, stille Tannenwälder sprudelt die noch schmale Zwickauer Mulde. Am besten fährt man auf der Strasse, es hat nur wenig Autoverkehr. Bei Blauenthal beginnt ein abgetrennter Radweg auf der stillgelegten Bahnlinie, der bis Aue führt. Hier radelt man am besten noch wenige Kilometer weiter bis Bad Schlema, wo komfortable Hotels und ein modernes Thermalbad auf Gäste warten.

Die nächste Etappe habe ich mit dem Zug zurückgelegt, denn sie erschien mir wenig attraktiv. Vom Bahnhof Bad Schlema aus fahren Regionalzüge nach Zwickau, und von dort gehts mit dem Zug weiter nach Glauchau. Alle Züge nehmen Velos mit.

In Glauchau geht die Fahrt weiter auf einem komfortabel ausgeschilderten Radweg, der meist über kleine Landsträsschen und Fahrwege mit wenig bis keinem Autoverkehr führt. Die Szenerie ist hier ganz anders als zu Beginn. Die Zwickauer Mulde wird zunehmend breiter und die Landschaft wird flacher. Ein erster Höhepunkt ist die Industriesiedlung «Amerika» bei Penig. In Wechselburg lohnt sich der Besuch in der romanischen Basilika Heilig Kreuz. Nördlich von Colditz vereinigt sich die Zwickauer Mulde mit der Freiberger Mulde. Zwischen Grossbothen und Wurzen verläuft der Radweg wieder auf einer stillgelegten Bahnlinie. In Wurzen beendete ich meine Radtour. Hier kann man mit der S-Bahn in wenigen Minuten Leipzig erreichen. Wer will, kann entlang der Mulde weiter radeln bis zur Bauhausstadt Dessau, wo die Mulde in die Elbe fliesst.

Bezüglich Hotels ist die Situation stellenweise prekär. Ich hatte in Plauen Mühe, eine freies Zimmer zu finden, obwohl es dort einige Hotels gibt. Zwischen Glauchau und Wurzen gibt es fast keine Übernachtungsmöglichkeiten. Empfehlenswert sind folgende Hotels:
Plauen: Altes Handelshaus (schön renoviertes Altstadthaus)
Bad Schlema: Kurhotel (ehemaliges Sanatorium für Bergarbeiter)
südlich Colditz: Parkhotel Muldental (renovierte Fabrikantenvilla)
Wurzen: Schloss Wurzen (Schloss im spätgotischen Stil)

Fotos: Andreas Gossweiler

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Über agossweiler

Journalist
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