Ein Tag in Montecatini Terme

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Montecatini ist eine italienische Kleinstadt zwischen Florenz und Pisa. Auf den ersten Blick sieht sie aus wie viele andere italienische Kleinstädte. Doch Montecatini hat eine glanzvolle Vergangenheit als Kurstadt. Bis in die 1950er Jahre trafen sich hier die Schönen und Reichen aus der ganzen Welt – von Audrey Hepburn bis Richard Strauss, Grace Kelly, Sofia Loren, Eddy Merckx, bis zum Schah von Persien und so weiter. Von dieser Glanzzeit ist Montecatini heute weit entfernt. Dennoch gibt es in der Stadt immer noch Hunderte Hotels aller Kategorien. Und die Thermengebäude sind immer noch unglaublich prächtig. Leider sind die meisten geschlossen oder nur sporadisch geöffnet. Es gibt rund ein Dutzend verschiedene Thermalquellen. Jede weist ein eigenes Gebäude auf: Die Terme Tamerici sind in einem Mix aus mittelalterlichen und orientalischen Elementen gebaut, mit drei Burgtürmen. Die Terme Leopoldine sind in einem riesigen klassizistischen Bau untergebracht. Die Terme Tettuccio sind das eindrücklichste Bauensemble: Durch den monumentalen Eingang gelangt man in unendliche Säulengänge und Innenhöfe zu einem langen Marmortisch, wo früher die mescitrici den Kurgästen die Becher mit dem Thermalwasser reichten. Heute wirkt das wie eine unwirkliche, fantastische Filmkulisse.

Fotos: Andreas Gossweiler

Über agossweiler

Journalist
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