Ein Tag in Jurmala

Es ist ein kleines Abenteuer, mit dem Vorortzug vom Hauptbahnhof von Riga (Centrala Dzelzcela Stacjia) nach Jurmala zu fahren, wenn man die lettische Sprache nicht beherrscht. Denn es gibt keinen Bahnhof, der Jurmala heisst. Man kann aber in Majori oder in Dzintari aussteigen.

Zwischen der Bahnlinie und dem Strand reihen sich Hunderte von Holzvillen aus dem 19. Jahrhundert. Es gibt sie in allen Erhaltungszuständen – manche sind frisch gestrichen, andere stehen leer und sind verbarrikadiert – und es gibt sie in allen Stilen: klassisch-griechisch mit dorischen Säulen und Architrav beim Eingang, mittelalterlich-gotisch mit Spitzbogenfenstern und Zinnen auf dem Turm, dann Holzchalets mit bizarren Laubsäge-Ornamenten, und auch viele Villen im Gründerzeitstil mit pagodenartig verschachtelten Turmdächern.

Selten ist ein Architekturensemble so intakt erhalten wie in Jurmala. Neubauten gibt es keine, alles sieht genau so aus wie vor 100 oder 120 Jahren. Die meisten Villen stehen in kniehohem Gras und zwischen hochstämmigen Kiefern, was die unwirkliche, traumhafte Atmosphäre noch verstärkt.

Fotos: Andreas Gossweiler

Über agossweiler

Journalist
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